„Musik“
Deutscher Songtext (c) 2025 Gerald Puchner
Hey ihr feschn Mädels rund um mi herum
Ihr wissts, dass wir heit spün, oiso erzöhts es umatumm
Sogs dem Bruada, da Schwester und der Mama ah
Von mir aus ah da Oma und ah dem Opapa
Reissts de Händ in de Höh und bewegts eich schnö
Ignorierts de stehn und schaun – Na denen is es nu zu hell
Kumm und tanz, kumm und tanz, kumm und tanz flott, Mädels
Schreits es ausse, wenn´s eich richtig aunpockt hod
Musik is unser Medizin, Musik so richtig haundgmocht,
Ollas aundre hod kan Sinn. Musik und du bist mittendrin,
Du fühlst di richtig guad und olle Sorgen san dahin
De gschissenen DJ’s füllen alle Bars,
Glauben se kennan fliagn, san bei de Jungen heite Stars
Führen se auf wie Götter, tun unglaublich cool
Kane eigenen Ideen, de fischen nur in unserm Pool
Musik für die Menschen sollt vom Menschen sein
Is eh scho ois versaut, nur die Musik bleibt immer rein
Bleibt immer rein, immer rein, immer rein fia mi
Eine in de Söh und bleibt daunn für immer drin
Musik is unser Medizin, Musik so richtig haundgmocht,
Ollas aundre hod kan Sinn. Musik und du bist mittendrin,
Du fühlst di richtig guad und olle Sorgen san dahin
Echte, handgemachte Musik. Musik, die von richtigen Instrumenten lebt, von Fingern auf Saiten, vom Atem in Blasinstrumenten, von Emotionen, von kleinen Fehlern, die sie erst lebendig machen. Immer häufiger wird sie überlagert von elektronischen Klängen, von perfekt getakteten Beats, erzeugt von Computern und aufgelegt von DJs. Zum Teil ist das natürlich der Wandel des Geschmacks, der Mode, der Generationen, aber es ist auch ein Spiegel unserer Zeit. Elektronische Musik ist effizient, reproduzierbar, überall verfügbar. Ein DJ kann allein ganze Stadien füllen, wo früher noch echte Musiker von Nöten waren. Technik ersetzt Teamarbeit, Software ersetzt jahrelanges Üben. Wenn eine Band live spielt, entsteht ein Moment, der nie exakt wiederholbar ist. Jeder Abend klingt ein wenig anders, jede Interpretation trägt den Klang des Raumes, die Stimmung der Musiker und die des Publikums in sich. Diese Einzigartigkeit weicht zunehmend einer Perfektion, die zwar beeindruckt, aber oft auch unnahbar wirkt. Das Erlernen eines Instruments weicht der Bedienung von Programmen. Aber handgemachte Musik wird nicht verschwinden– sie ist ein bewusster Gegenpol in einer zunehmend digitalen Welt.