Musik

"Word up!", Cameo, 1986. Text & Musik (c) 1986 Larry Blackmon & Tomi Jenkins

„Musik“ 
Deutscher Songtext (c) 2025 Gerald Puchner

 

Hey ihr feschn Mädels rund um mi herum

Ihr wissts, dass wir heit spün, oiso erzöhts es umatumm

Sogs dem Bruada, da Schwester und der Mama ah

Von mir aus ah da Oma und ah dem Opapa

 

Reissts de Händ in de Höh und bewegts eich schnö

Ignorierts de stehn und schaun – Na denen is es nu zu hell

Kumm und tanz, kumm und tanz, kumm und tanz flott, Mädels

Schreits es ausse, wenn´s eich richtig aunpockt hod

 

Musik is unser Medizin, Musik so richtig haundgmocht,

Ollas aundre hod kan Sinn. Musik und du bist mittendrin,

Du fühlst di richtig guad und olle Sorgen san dahin

 

De gschissenen DJ’s füllen alle Bars,

Glauben se kennan fliagn, san bei de Jungen heite Stars

Führen se auf wie Götter, tun unglaublich cool

Kane eigenen Ideen, de fischen nur in unserm Pool

 

Musik für die Menschen sollt vom Menschen sein

Is eh scho ois versaut, nur die Musik bleibt immer rein

 

Bleibt immer rein, immer rein, immer rein fia mi

Eine in de Söh und bleibt daunn für immer drin

 

Musik is unser Medizin, Musik so richtig haundgmocht,

Ollas aundre hod kan Sinn. Musik und du bist mittendrin,

Du fühlst di richtig guad und olle Sorgen san dahin

 


 

Echte, handgemachte Musik. Musik, die von richtigen Instrumenten lebt, von Fingern auf Saiten, vom Atem in Blasinstrumenten, von Emotionen, von kleinen Fehlern, die sie erst lebendig machen. Immer häufiger wird sie überlagert von elektronischen Klängen, von perfekt getakteten Beats, erzeugt von Computern und aufgelegt von DJs. Zum Teil ist das natürlich der Wandel des Geschmacks, der Mode, der Generationen, aber es ist auch ein Spiegel unserer Zeit. Elektronische Musik ist effizient, reproduzierbar, überall verfügbar. Ein DJ kann allein ganze Stadien füllen, wo früher noch echte Musiker von Nöten waren. Technik ersetzt Teamarbeit, Software ersetzt jahrelanges Üben. Wenn eine Band live spielt, entsteht ein Moment, der nie exakt wiederholbar ist. Jeder Abend klingt ein wenig anders, jede Interpretation trägt den Klang des Raumes, die Stimmung der Musiker und die des Publikums in sich. Diese Einzigartigkeit weicht zunehmend einer Perfektion, die zwar beeindruckt, aber oft auch unnahbar wirkt. Das Erlernen eines Instruments weicht der Bedienung von Programmen. Aber handgemachte Musik wird nicht verschwinden– sie ist ein bewusster Gegenpol in einer zunehmend digitalen Welt.

 


 

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Fotos (c) 2026 Robert Straub, (c) 2025+2026 Christa Stangl, (c) 2025 Marlies Rauch für PUCHNER.