Extrablatt. Puchner fährt zweigleisig. Was einige schon vermutet haben und wenige ganz genau wissen. Puchner führt ein musikalisches Doppelleben. Eigene Gedanken und daraus entstandene Texte werden bis dato im gleichnamigen Projekt „PUCHNER“ verarbeitet und mit Musikern vertont.
„Wie do vorn nu a Wirt woa“ zielt im übrigen auf die traditionsreiche österreichische Wirtshauskultur ab. Besser gesagt, auf das langsame Verschwinden der angebotenen Kulinarik samt Treffpunkten für Austausch und Diskussionen. Vereinzelt nahm der Wirt in der Vergangenheit selbst auch die Rolle des Psychologen für die Gäste wahr. Ohne Ausbildung versteht sich. Ab und zu aber auch mit erfolgreichem Ausgang. Für beide.
Manche Diskussionen und Treffen im Wirtshaus waren allerdings nicht für den Stammtisch geeignet. Man will ja nicht überall gehört werden. Daher etablierten sich abgetrennte Räumlichkeiten beim Wirt des Vertrauens. Das Extrazimmer. Und in einem dieser herrlichen Zimmer in der Nähe der Türnitzer Alpen führten einige Herren ebenso vertrauliche Absprachen, die vorerst niemand hören oder sehen sollte.
Gerüchten zufolge soll Puchner himself als Sänger gemeinsam mit der Roxx-Kombo irgendwann im Herbst 2026 auftreten. Eine engagierte Journalistin aus dem Bezirk bekam aus bisher unbekannter Quelle einen Hinweis auf dieses Treffen. Mit einer sündteuren Kamera um den Hals erstellte die Dame ein Beweisfoto dieses Treffens.

Vom Setting her erinnert dieses Foto stark an ein Album von Dr. Kurt Ostbahn aus den 1980er-Jahren. Irgendwas mit einer schönen Leiche. Und: Den sonst anwesenden Gästen im Wirtshaus ist dieses Treffen im Extrazimmer sowieso spanisch vorgekommen. Um zu späterer Stunde das Lokal möglichst unbeschadet verlassen zu können, wurde uns dann noch der tatsächliche Aufführungstermin in der Werksküche abverlangt.
Samstag, 03.10.2026, 19.30 Uhr. Gerald Puchner singt Ostbahn mit der Roxx-Kombo. In der Werksküche. Nicht im Extrazimmer!