„Zruck zum Start“
Deutscher Songtext (c) 2024 Gerald Puchner
Wenn i di frog, ob nu ollas passt mit uns
Schaust du auf´d Seit und sogst zu mir na kloa
Doch irgendwie kaunn i dir des nimma glaubm
Irgendwie gspia i, des wird goa
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin
Wenn i wos red, schaust du nur aufs Telefon
Schaust auf de Stross, hoffst, dass se wos tuat
Dei Körpersproch zagt, dass di des nimma gfreit
Dei Körpersproch sogts ohne jedes Wurt
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin
Druck di so aus, Schatzerl, dass i´s kapier, Schatzerl
Sogs so wie es is, Schatzerl, i kaunns ned riachn, Schatzerl
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin
Soll ma zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel,
Soll ma zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü
Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin
Druck di so aus, Schatzerl, dass i´s kapier, Schatzerl
Sogs so wie es is
Es beginnt schleichend. Keine plötzliche Erkenntnis, kein großer Streit. Eher ein langsames Verblassen von dem, was einmal leicht, schön und lebendig war. Gespräche werden kürzer, Blicke flüchtiger. Neugier wird von Gewohnheit abgelöst. Man kennt sich mit der Zeit halt schon in- und auswendig.
Der Alltag hat längst das Kommando. Man funktioniert nebeneinander, teilt sich Räume, Aufgaben, aber immer weniger Gedanken oder Gefühle. Aus „Wia geht´s da?“ wird ein routiniertes „Ois ok?“ – und die Antwort ist genauso routiniert und einstudiert.
Nähe wird zur Selbstverständlichkeit und geht genau darin verloren. Kein miteinander, sondern ein aneinander vorbei.
Und trotzdem bleibt man. Aus Gewohnheit, aus Angst vor Veränderung, vielleicht aus Angst vor dem Alleinsein- oder weil man es sich ganz einfach bequem gemacht hat. Vielleicht aber auch einfach nur wegen der Erinnerung an die guten Zeiten.