Zruck zum Start

"Zruck zum Start", (c) 2024, Text: Gerald Puchner, Musik: Oliver Kerschner

„Zruck zum Start“ 
Deutscher Songtext (c) 2024 Gerald Puchner

Wenn i di frog, ob nu ollas passt mit uns

Schaust du auf´d Seit und sogst zu mir na kloa

Doch irgendwie kaunn i dir des nimma glaubm

Irgendwie gspia i, des wird goa

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin

Wenn i wos red, schaust du nur aufs Telefon

Schaust auf de Stross, hoffst, dass se wos tuat

Dei Körpersproch zagt, dass di des nimma gfreit

Dei Körpersproch sogts ohne jedes Wurt

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin

Druck di so aus, Schatzerl, dass i´s kapier, Schatzerl

Sogs so wie es is, Schatzerl, i kaunns ned riachn, Schatzerl

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin

Soll ma zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel,

Soll ma zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – in diesem Trauergspü

Zruck zum Start, oder lieber glei ans Ziel – und schmeissn ollas hin

Druck di so aus, Schatzerl, dass i´s kapier, Schatzerl

Sogs so wie es is


Es beginnt schleichend. Keine plötzliche Erkenntnis, kein großer Streit. Eher ein langsames Verblassen von dem, was einmal leicht, schön und lebendig war. Gespräche werden kürzer, Blicke flüchtiger. Neugier wird von Gewohnheit abgelöst. Man kennt sich mit der Zeit halt schon in- und auswendig.

Der Alltag hat längst das Kommando. Man funktioniert nebeneinander, teilt sich Räume, Aufgaben, aber immer weniger Gedanken oder Gefühle. Aus „Wia geht´s da?“ wird ein routiniertes „Ois ok?“ – und die Antwort ist genauso routiniert und einstudiert.

Nähe wird zur Selbstverständlichkeit und geht genau darin verloren. Kein miteinander, sondern ein aneinander vorbei.

Und trotzdem bleibt man. Aus Gewohnheit, aus Angst vor Veränderung, vielleicht aus Angst vor dem Alleinsein- oder weil man es sich ganz einfach bequem gemacht hat. Vielleicht aber auch einfach nur wegen der Erinnerung an die guten Zeiten.

 

Share:
Fotos (c) 2026 Christa Stangl sowie (c) 2025 Marlies Rauch für PUCHNER.