Bio

"Wenn ollas stü' is, hörst endlich, wer du bist"

Alles begann mit einem Vakuum. Keinem physikalischen, keinem kosmischen – sondern einem ganz und gar musikalischen. Die Band, in der ich jahrelang so gern gespielt habe, löste sich auf. Plötzlich waren die wöchentlichen Treffen im Proberaum mit den Freunden, die Auftritte, das ganze vertraute Ritual einfach weg.
Und mein Alltag fühlte sich mit einem Mal ein Stück weit irgendwie hohl an. Zu der Zeit hatte ich gerade ein paar Eigenkompositionen aufgenommen – und es lag noch reichlich verwertbares Material herum. Ich hab eigentlich immer geschrieben: Songtexte, Geschichten, Gedichte, einzelne Zeilen, kleine Fragmente. Aber all diesen Worten hat bisher ein Körper gefehlt. Sie schwebten wie Staubkörnchen im Gegenlicht durch meinen Kopf, ohne je wirklich richtig anzukommen.
Also habe ich mich auf die Suche gemacht – nach einer neuen Band. Der erste entscheidende Schritt war ein Telefonat mit Martin Scheer, meinem Freund seit Jugendtagen. Als er meine Idee nicht sofort abgetan hat, sondern neugierig zugehört, war der Weg eigentlich schon klar. Es war am Anfang nicht immer leicht. Aber heute steht PUCHNER für sechs Musiker, die sich teils erst für dieses Projekt kennengelernt haben, teils alte Wegbegleiter und enge Freunde sind. Profimusiker und leidenschaftliche Amateure. Und aus diesem bunten Haufen unterschiedlichster Charaktere ist unglaublich schnell ein echtes Freundschafts-Konglomerat geworden.
Aus dem Vakuum ist Raum geworden. Raum für Resonanz. Raum, in dem meine Gedanken endlich bleiben dürfen, statt sich in der Endlosigkeit zu verlieren. Ich hab mein eigenes Vakuum genommen – und es mit Musik gefüllt. Manchmal braucht’s genau das: ein Vakuum. Damit etwas wirklich Neues entstehen kann.
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Fotos (c) 2026 Christa Stangl sowie (c) 2025 Marlies Rauch für PUCHNER.